Kategorien: Henna

Henna Tattoos – Allgemeines

Henna und Hennatattoos waren und sind auch heute noch beliebt. Zumindest mit PPD als Inhaltsstoff aber gefährlich!
Henna zum Schmücken der Haut und Färben der Haare wird aus den Blättern der Hennapflanze gewonnen. Die Pflanze wächst in heißem, trockenem Klima (Indien, Sudan u.a.). Frauen aus dieser Region schmücken sich zu zu Feiern und Festen damit. Damit Ihr Hennatattoo gut gelingt, gilt es einiges zu beachten. Angefangen vom Hennapulver über das Zubehör wie Schablonen und Henna Mehendi Öl auch Mehndi Hennaöl, Mendhi, genannt, die Haltbarkeit des Hennatattoo, sowie die Pflege. Die Hennapflanze lat. Lawsonia inermis, deren Inhalts- / Farbstoff, wurde nach dem Briten John Lawson benannt, der den Farbstoff der Hennapflanze entdeckte, die zu den Verfärbungen der Haut, den Hennatattoos führt. Mit Henna kann man außer Haut, Stoffen und Haaren auch Möbel verzieren. Henna zum Färben der Haut darf in Deutschland nicht mehr verkauft werden. Zum Färben der Haare aber schon…
Daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. Dass dies über Jahrtausende bewährte Hautfärbemittel bei uns nicht mehr erlaubt ist, hat selbst einige Fachleute überrascht.

Tipp: In Haarfärbemitteln ist der Farbstoff aus der Hennapflanze weiter erlaubt.

Etwas anderes mit hohem gesundheitlichem Gefährdungspotential ist schwarzes Henna mit PPD

Gefährliches schwarzes Henna mit PPD kann Allergien evtl. Hautkrebs auslösen. Tätowierungen mit Henna galten bisher als völlig harmlos. Doch Hautärzte warnen nun davor, dass die Hautbilder allergische Reaktionen mit Juckreiz, Rötungen oder Bläschenbildung auslösen können. Nach Studien mehrerer deutscher Hautkliniken, die das “Deutsche Ärzteblatt” veröffentlichte, sind vor allem Urlauber gefährdet, die sich die Zeichnungen mit Henna-Tusche auf den Körper malen lassen. Den Grund für folgende allergische Reaktionen sehen einige Hautärzte in einer Substanz, die den Tuschlösungen zur Farbintensivierung zugefügt sind, dem p-Phenylendiamin (PPD).

So verspüren einige Personen ein starkes Brennen schon kurz nach dem Auftragen.
Trotz des Abwaschens platze die Haut darunter auf. Nach Aussagen von Betroffenen sei ihr Arm wie mit einem Brandeisen markiert gewesen.  Experten zufolge entwickelt sich schließlich ein millimeterhohes, stark entzündetes Relief, das exakt der Form des abgebildeten Motivs entspreche. Eine langsame Abheilung sei nur mit einer hochdosierten Kortisonbehandlung möglich. Auch zukünftiger Kontakt mit PPD-haltigen Produkten muss vermieden werden.

In der Europäischen Union darf PPD zur Anwendung auf Wimpern, Augenbrauen und der Haut nicht eingesetzt werden. Für bestimmte industrielle Zwecke darf die Substanz aber verwendet werden.

Merke: Henna ist ein Extrakt aus einem ägyptischen Färberstrauch. Seit mehr als dreitausend Jahren färbt man damit Haare, Haut und Nägel. Mit dem roten Inhaltsstoff erreicht man jedoch auch in hoher Konzentration höchstens braune Färbungen. Für einen schwarzen Farbton benötigt man einen zusätzlichen Pigmentfarbstoff wie PPD. Dieser steht eben im Verdacht Krebs auszulösen. Überlegt Euch also gut, ob Ihr Euch (im Urlaub) so ein “schönes” schwarzes Hennatattoo aufmalen lasst. Das kann böse Folgen haben. Wir raten ab!!

Foto:  © Melissa Schalke – FOTOLIA

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Tatmaster

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